Bayi - Lhasa 400 km !!!

Heute ein Weckruf um 06.30 h - 07.00 h Fruehstueck  ... sollte in so einem tollen Hotel eigentlich gut sein .... naja - sehr chinesisch! Sogar der Orangensaft ist mit kochendem Wasser verlaengert! Am besten schmecken die mit Fleisch gefuellten Momos (Teigtaschen). Um 07.30 h geht es los - zu den 400 km bis Lhasa kommt noch ein Abstecher von ueber 100 km - wir besuchen "Basomtso Nationalpark" - ein idyllischer See mit einer kleinen Insel,  darauf ein kleines, sehr altes Kloster, das die "roten Garden" waehrend der Kultur-Revolution uebersehen hatten - es lag zu weit abseits. Alle Chinesen sind schon da, es ist Urlaubszeit. Da heute Sonntag ist, machen auch viele Tibeter in Tracht einen Ausflug! Vom Parkplatz geht es viele Stufen abwaerts und dann ueber eine Ponton-Bruecke auf die Insel. Das Kloster besteht im wesentlichen aus einem Raum, vor dem Betreten muessen blaue Plastik Ueberzieher ueber die Schuhe! Wir bewundern die alten Wandmalereien und die Statuen von Songkhapa, Buddha Maitreya, Avalokiteshwara .... und wie sie alle heissen. Wie es sich gehoert - im Uhrzeigersinn - geht es ueber die Insel und ueber eine 2. Pontonbruecke wieder zurueck. Die energiegeladenen unserer Gruppe (die Meisten!) klettern noch auf eine Plattform im Wald hoch und haben dann einen schoenen Ausblick auf den See und die Insel. Auf der Rueckfahrt zur Hauptstrasse erfreuen wir uns an unzaehligen schwarzen Schweinchen. Sie haben wohl alle gerade Junge - Ferkel in allen Groessen von winzig bis halbstark - sie laufen am liebsten gerade och vor den Autos ueber die Strasse!!

Das Wetter ist heute nicht so pralle, die Wolken haengen tief...  Wir fahren, und fahren, und fahren ... etwa 250 km und 1.900 Hoehenmeter folgen wir heute dem Fluss Nyang Chu.  Mittagspause ist in einem kleien Ort - eine lange Strasse - und jedes Haus ein Restaurant!. Ich vertilge meine letzten Kaeseecken mit Knaeckebrot und kaufe mir dazu einen Pfirsich und eine Birne - irgendwie muss "chinesisch" heute nicht sein! Das Positive am Fahren heute:  fast die ganze Strecke ist Asphalt und recht gut! Ich habe Kopfschmerzen, das 1. Mal auf der Reise (spaeter erfahre ich, den meisten Anderen unserer Gruppe geht es heute auch icht so pralle) - die Ladschaft ist mir wurscht ... ich habe mich die letzten Tage satt gesehen!

Wir schrauben uns langsam hoch zum 5.000 m hohen Pass Mi La. In dem breiten sanften Flusstal sind viele schwarze Nomadenzelte. Die Yak- und Ziegenherden grasen an den Haengen. Das breite Stahlgeruest auf der Passhoehe ist kaum zu sehen, es ist geschmueckt mit tausenden bunten aneinandergebundenen Gebetsfaehnchen. Einige PKW reissen auf der Passhoehe die Wagentuer auf und scheissen einen dicken Stapel bunte bedrueckte Zettel im Winder verwehen - auch eine Form zu beten...  

Auf der anderen Seite ist es viel karger und trockener, Braun- und Gelbtoene beherrschen die Landschaft.  Auch die Architektur der haeuser hat sich voellig gewandelt.  Wir kommen an einem Polizeiposten vorbei und die Fahrer bekommen einen Beleg. Viele Kilometer spaeter wundern wir uns, warum sie so langsam fahren .... hier gildet 60 km/Std auf gerader Strecke und 30 km/Std in Kurven - aber daran haelt sich niemand! Tja, auf diesem Zettel steht eine Zeit - und kurz vor Lhasa ist der naechste Posten ... wer zu frueh da ist, bekommt ein Knoellchen!!! Wir fahren an Folientreibhaeusern und Gemuesefeldern vorbei .. da, dort ... Guenter hat in der Ferne den Potala erspaeht, endlich, um 20.30 h sind wir in Lhasa angekommen.

5.8.07 15:10

Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


dietmar (12.8.07 10:50)
hallo christiane!

ich hoffe du hast die aktion mit den zettelchen am mi la pass auf foto gebannt und dabei einige chinesen fotografiert wie sie zettelchen scheissen!!!!
danke für diesen köstlichen "verschreiber".
liebe grüße dietmar

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen