Eine kleine Notiz

Zum verlängern

1 Kommentar 4.6.15 20:32, kommentieren

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bin wieder gut zuhause eingetrudelt :-)))

Der Rueckflug war sehr angenehm und puenktlich:

Peking - Bangkok  4 Stunden 10 Minuten mit einer Boeing 747-400

Bangkok - Frankfuert  10 Stunden 20 Minuten auch ein Jumbo und

Frankfurt - Hannover 50 Minuten !!!

Es wird noch ein paar Tage dauern, bis ich die fehlenden Kapittel nachgetragen haben  -  in etwa 5 Wochen ist dann der ausgedruckte  und verbesserte Bericht fertig (hoffentlich) ...

 

Bitte Email an  EWAISS@aol.com wer ihn moechte.

 

Ein dickes Bussi an alle meine treuen Leser

Eure Christiane 

14.8.07 12:05, kommentieren

Tien Anmen Platz und Metro

Erst packe ich das Gepaeck nochmal komplett um heute morgen, meine Schaetze von gestern muessen untergebracht werden. Und dann: auf Geht's - kein Peking-Besuch ohne den "Platz des himmlischen Friedens". Ich gehe den gleichen Weg wie gestern zur Verbotenen Stadt, nur biege ich dann links ab - meine Guete - wie gut, dass ich gestern die Verbotene Stadt besucht habe. Es ist schier unglaublich, welche Massen heute (Samstag) unterwegs sind! Ich komme kaum gegen den Strom an - endlich tauche ich unter dem beruehmten Mao-Bild auf und auch der Platz ist voll, voll, voll!

Die Sonne knallt vom blauen Himmel, ich mache ein paar Fotos und dann teste ich die U-Bahn. Alles uebersichtlich, ich kaufe einen Fahrschein, an der Treppe zum Bahnsteig stehen gleich mehrere Kontrolleure - hier geht noch alles von Hand. Die Zuege sind sehr lang, alle 4 Minuten kommt eine Bahn. Lustig finde ich die beleuchteten Plakate zwischen den Stationen - es wirkt wie Daumenkino, kedes Plakat ist ein bisschen anders, durch die schnelle Fahrt hat man den Eindruck, ein Film laueft ab!

Ich steige gleich die naechste Station wieder aus: Wan Fujing. Dort gehe ich in die edle "Oriental Shopping Mall" - groesser kann der Gegensatz nicht sein: hier die 'Jeuness Doree' Chinas und vor ein paar Tagen noch Nomaden auf dem tibetanischen "Chang Tang Plateau"!!!

11.8.07 06:53, kommentieren

Hutongs & Wang Fujing

Kaum verlasse ich die "Verbotene Stadt" durch den Hinterausgang, bricht die Sonne durch und es gibt einen strahlend blauen Himmel!!! Ich schlendere genuetlich Richtung Wan Fujing, der Einkaufsstrasse - ich gehe durch kleine, unscheinbare Gassen - und hier gibt es noch ein paar, die ueberlebt haben - Hutongs, die kleinen Haeuser mit Innenhof und Mauer drum herum. In den letzten Jahren sind die allermeisten alten Stadtviertel dem Bauboom zum Opfer gefallen. Man kommt erst jetzt darauf, das Touristen "Altstadt-Flair" lieben. Also werden einige Gebiete im "Hutong-Stil" neu aufgebaut...

Aber hier ist noch ein kleines Eckchen original, man riecht es - Hutongs haben keine Badezimmer mit WC! Leider kann ich nur in wenige Innenhoefe hineinschauen, aber in einer Ecke sitzten ein paar alte Damen und spielen Mah-Jong, das Gewirr der Stromkabel ist beachtlich und Kinder toben laut quitschend um einen Wasseranschluss herum - alles trieft!

So - jetzt ein paar letzte Einkaeufe auf der Haupteinkaufstrasse - Fussgaengerzone. Ein Kaufhaus folgt dem naechsten - und alle werden gerade umgebaut ... Dazwischen kleine Laeden - alles was das Herz begehrt: Seide, Jade, Mode, Medizin, Mode, Uhren & Schmuck, und nochmal Mode, Sportartikel, manche Laeden sind so voll, das man ueberhaupt nicht reinkommt!!! Ich kaufe etwas Chrysanthemen-Tee und verliere mich fuer Stunden in der Internationalen Buchhandlung ( 8 Buecher fuer 65 Euro muessen dran glauben ), danach  esse ich dann ein Sandwich. Die letzten Wochen gab es genug chinesisches Essen! Auf dem Heimweg komme ich am 'International Children Theater' vorbei: auf dem Spielplan: 'Pippi Longstockings'!

Als ich um 19.30 h voellig erledigt im Hotel ankomme (nach 11 Stunden auf den Beinen) habe ich eine riesige Blase am rechten Fuss!!! Die Erste in diesem Urlaub...

11.8.07 06:42, kommentieren

die "Verbotene Stadt"

Am Eingang: Audio-Guides in 19 !! Sprachen - darunter Rumaenisch, Esperanto, Bahasa Indonesia. Erst mal Schlange stehen fuer die Eintrittaskarte und dann  .... bin ich enttaeuscht: alles ist eingeruestet und wird renoviert/restauriert! Ausserden ist das Wetter truebe und halb China ist auch in der Verbotenen Stadt - schade, DAS gibt keine Starfotos :-((

Ich muss zuhause nochmal in meinen deutschen Reisefuehrer schauen, wie die ganzen Tore und Hallen und Palaeste und Pavillions heissen.... Ich bin mehrere Stunden unterwegs, das Areal ist riesig. Die Anordnung hat der Kaiser von China von den Mongolen uebernommen, der Aufbau ist wie ein riesiges Zeltlager! Nur natuerlich viel schoener und praechtiger. Einiges ist abgesperrt, viel ist schon fertig renoviert und ist wunderschoen jetzt - und einiges harrt noch der Dinge. Die meisten Raeume dienen als Museum, hier wird alles ausgestellt: Waffen und Kleidung, Moebel und Insignien, Kalligraphie und und und. Im hinteren Teil sind kleine Garten und huebsche Innenhoefe, mich faszinieren die Reiter auf den Dachfirsten, 3 - 5 aus unwichtigen Daechern, bis zu 11 auf den allewichtigsten Gebaeuden.

Ich goenne mir zum Mittagessen eine Instant-Nudelsuppe, nicht son Poettchen wie bei uns die 5-Minuten-Terrine, nein, hier wird mit einem knappen Liter kochendem Wasser aufgegossen! Dadurch, dass die Wuerze extra in Tuetchen verpackt ist, kann man die Schaerfe selbst regeln - auf alle Faelle ist jetzt der Wasser- und Salzhaushalt wieder ausgeglichen, troetz des trueben Wetters schwitze ich ziemlich. Ich kaufe noch ein paar Souvenirs ... und hier gibt es jetzt endlich die schoensten Postkarten ... nun brauche ich sie nicht mehr!

11.8.07 06:29, kommentieren

Xining - Peking

Zum Abschluss der 24-stuendigen Bahnfahrt geht es noch entlang des Sees "Kukunor" und dann tauchen bald die Hochhaeuser von Xining, der Hauptstadt der Provinz Qinhai auf. Was fuer ein Gegensatz zu den latzten Tagen .... 700 000 Einwohner, die Stadt ist im Boom, ueberall Baustellen. Unser Zug hat etwa 15 Minuten Verspaetung - was macht das schon, bei der Entfernung! Wir werden abgeholt und gleich zum Flughafen gerbracht. Leider faellt die Besichtigung des Klosters Kumbum aus - die Flugzeit hat sich veraendert, dafuer ist nun kleine Zeit mehr. 30 Minuten dauert der Transfer auf einer neuen Autobahn, auch der Flughafen ist neu und hell und sehr uebersichtlich.

China Southern, eine Boeing 757 bringt uns in gut 2 Stunden nach Peking (14.50 - 16.00 h) - als wir am Kofferband ankommen, taucht schon das erste Gepaeck auf, sooo schnell hatten wir gar nicht damit gerechnet! Puuuh - ist das warm und schwuel hier! Wir fahren auf dem Highway (mit Standspur 8-spurig) in die Innenstadt. Peking hat inzwischen 6 Ringstrassen, ein Bauboom ohnegleichen, Hochstassem Hochbahnen, Hochhaeuser ... alles soll naechstes Jahr zur Olympiade fertig sein - und die Chinesen liegen gut im Rennen.

17.00 h / Rushhour, 3 Millionen Fahrzeuge gibt es im Grossraum  Peking, allein 40.000 Taxis - da braucht es seine Zeit, bis wir im Hotel sind (ca 1 Stunde). Sehr beliebt sind VW Santana, Vw Jetta und VW Passat - auch Audi, Mercedes und BMW liegen gut im Rennen! Man knobelt gerade, wie man der Dunstglocke und Luftverschmutztung naechstes Jahr Herr wird, Es werden meherere Kohlekraftwerke abgeschaltet, viele veraltete Taxis aus dem Verkehr gezogen, die Bevoelkerung werd gebeten, mit Oeffis in die Stadt zu fahren und je nach Tag duerfen nur Autos mit geraden oder ungeraden Zeichen in die Stadt....

Gestern war in Peking die grosse Veranstaltung genau ein Jahr vor Eroeffnung der Olympischen Spiele 2008 !!! Alles dreht sich hier um Olympia, keine Werbung ohne das Logo!

Das Jade Garden Hotel liegt sehr zentral, zwischen "Verbotener Stadt" und der Einkaufsstrasse "Wang Fujing", die Zimmer und Baeder sind gut - und wir sehr zufrieden. Um 19.30 h machen wir uns zufuss auf den Weg zum Abschiedsessen in der Naehe - 10 superleckere Gerichte in einem Separee nur fuer uns - ein schoener letzter Abend!!

1 Kommentar 10.8.07 03:39, kommentieren

Eisenbahnfahrt Lhasa - Xining

Technisch gesehen schlaegt die Lhasa- oder Tibetbahn alle Rekorde! Der Scheitelpunkt liegt auf 5.072 m Hoehe am Tanggula Pass. Fast die Haelter der 1.956 km von Lhasa nach Xining liegt ueber 4.000 m -Fahrzeit etwa 25 Stunden. Die Trasse Lhasa - Golmud ist ganz neu, auch die komplette Infrastruktur wie Bahnhoefe etc. Seit etwa einem Jahr laeuft der Fahrbetrieb - wir sind sehr gespannt!

Am Stadtrand beginnt die hypermoderne Autobahn mit der hypermodernen Bruecke ueber den Tsangpo (?) - von hier ein schoener letzter Blick auf den Potala in der Ferne. Auf der anderen Seite ein komplett neues Stadtviertel. An den Strassenraendern sind ueberall Baeume gepflanzt, die Fusswege sind mit eleganten Steinplatten ausgelegt, edlen Strassenlaternen, Haeuser vom Feinsten ...

Grosser neuer Bahnhof aus rotem Sandstein mit cremefarbigen Granitplatten abgesetzt, grosser neuer Parkplatz - leider keine Gepaeckwaegelchen - wir schleppen selbst! Am Eingang Sicherheitskontrollen wie auf den Flughaefen - sowohl wir als auch unser Gepaeck wird durchleuchtet. Wir lassen uns im geschmackvollen Wartesaal auf den eleganten Holzbaenken nieder - und werden gleich wieder hochgescheucht! Wir muessen in den 1. Klasse Wartessaal umsiedeln, da wir ja 1. Klasse Fahrkarten haben - ahhhh - weiche, cremefarbene Ledersofas! Tja, nun muss jeder ein chinesisches Formular ausfuellen - ein Gesundheitszertifikat (Xiang kann uns viel erzaehlen!) - das verlangen die Behoerden hier zu ihrer Absicherung, wegen der Höhe. Für uns ja nun wirklich kein Problem mehr, wir sind ja schon 2 Wochen hier oben unterwegs!

Der Preis auf unseren Fahrkarten: 80 Euro, aber Xiang musste noch je 40 Euro 'unter der Hand' drauflegen - dafuer sind wir alle ( huebsch auf viele Abteile in 2 Waggons verteilt ) in der 1. Klasse und das bedeutet: 4-Bett-Abteile. Nur unser Meister (Xiang) sitzt 7 Waggons weiter in der 2. Klasse  ... E rmuss jetzt sowieso zeigen, was er kann. Wir wollen naemlich alle zusammen sitzen und ich will unten schlafen! Unbedingt - habe ich ihm nun schon 4 mal erzaehlt, als ich das naechste Mal in seine Naehe komme, verdreht er genervt die Augen  :-))

Wir blinzeln in den Wartesaal 2. Klasse, dort stehen die Chinesen und Tibeter sehr diszipliniert in Reih und Glied an jeder Tür zum Bahnsteig - aber wir duerfen vor. Es ist 10.50 h, genau eine halbe Stunde vor Abfahrt. Der Zug hat 16 Waggons und (im Moment) eine Lok. Der Bahnhof hat 4 Bahnsteige mit 8 Gleisen, ueberall freundliches Personal, die uns weiterhelfen. Man führt uns in unsere Abteile, zuerst einmal getrennt in viele verschiedene – aber Xiang arbeitet an dem Thema. Er flitzt durch die Waggons, stoppt hier einen Fahrgast, bremst dort den Schaffner aus – und er redert und erklärt wie ein Weltmeister. Nach kurzer Zeit hat er das erste Vierbett-Abteil für uns ergattert, der Zug füllt sich – Xiang läuft zu Hochform auf und - kurz danach hat er das zweite Vierbett-Abteil für uns eingetauscht!! Ich hatte ihn schon vorher genervt, daß ich unbedingt unten schlafen will. Also halte ich an meinem unteren Bett fest, es ist 3 Abteile weiter; der Dieter trudelt bei mir ein und die anderen 2 Betten bleiben frei – oh wie toll. Xiang setzt sich kurz ermattet zu uns, sein Platz ist 8 Waggons weiter in der Holzklasse ....

Die oberen 2 Betten sind fest heruntergeklappt – sie befinden sich so hoch, daß man prima und geräumig unten zu dritt sitzen kann. Überhaupt, das Abteil ist sehr gepflegt, piekfein und sauber, zarte klassische chinesische Musik spielt im Hintergrund, unter dem Fenster ist ein Tischchen befestigt mit: Tischdecke, Teekanne mit heissem Wasser, Goldrand-Kristall-Schälchen, einer kleine Uhr und einer Vase mit 2 echten Nelken! Darunter befindet sich ein Tritt-Mülleimer. Die Stores und Übergardinen schlage ich erst einmal hoch auf das obere Bett, damit man auch schön raus schauen kann. Im Gang befindet sich eine rot leuchtendes Schriftband über der Tür: die Höhe: 3.706 m (Lhasa), die Außen-Temperatur: 17° C, das Datum: Mittwoch, der 08. August 2007, die Uhrzeit: 11.15 h – es gibt eine Lautsprecherdurchsage – zuerst Chinesisch, dann Englisch: sowohl das Rauchen als auch Waffen und gefährliche Stoffe sind an Bord verboten! Es werden die 16 Waggons erklärt, es gibt u.a. einen Gepäckwagen, einen Personal-Schlafwagen, einen Spreisewagen, zwei 1. Klasse Wagen, einen Sitzwagen und mehrere Liegewagen der 2. Klasse und: einen ‚Medical Assistance‘ Wagen !!!!

 

Um 11.22 h (so gut wie pünktlich) rollt der Zug los! Die 4 Kleiderbügel im Abteil schaukeln sanft vor sich hin, ich ziehe die bordeigenen Puschen an. Wir fahren über die große neue Brücke, der Potala grüßt uns nochmals aus der Ferne, wir rollen durch die Vorstädte, Plattenbauten und Industriezonen Lhasas. Die Gleise teilen sich, nun folgt ein riesiges Frachtzentrum mit dem Güterbahnhof - hier ist was los!!! Der Zug nimmt Fahrt auf und wir rollen durch ein Gras bewachsenes Hochtal mit Viehherden und hier und dort kleine Gehöfte. Ich teste erst mal alle Knöpfe und Schalter: Licht, Musik, Klingel für den Schaffner. Jedes Bett hat am Fußende eine Videoscreen und über dem Kopfkissen eine Tastatur an der Wand – auch in Englisch! Power, Volume, Channel – daneben die Leselampe und der ‚Oxygen-Supply‘. Da kommt auch schon unsere Schaffnerin und verteilt kleine, in Zellophan verpackte Plastikschläuche. Die kann man dort anschließen und über die Oberlippe um den Kopf legen, dann strömt der Sauerstoff direkt in die Nase (genau so war das bei meiner Mutter im Krankenhaus auch!). Außerdem befindet sich noch über jedem Bett ein kleines Netz an der Wand und 2 Haken – das kann man dann sein Zeugs unterbringen. Die Koffer und Taschen sind entweder unter den Sitzen oder hoch oben über dem Gang (fast wie auf dem Dachboden).

 

Raps- und Gerstenfelder ziehen an uns vorbei, hier und dort kleine Dörfer, die Trasse folgt einem reißenden Fluß, in der Ferne sehen wir eine wild zerklüftete Gebirgskette. Um 13.30 h sind wir schon 1.000 m höher! Damxung – der erste Halt, es ist ein sehr schöner, großer Bahnhof. Auf dem Bahnsteig steht das Personal stramm, die Hände an der Hosennaht! Unserer Raucher springen kurz raus, die neuen Fahrgäste steigen ein - wir bekommen Zuwachs. Ein junges chinesisches Pärchen zieht bei uns ein, macht es sich gemütlich mit Puschen und so. Die Essenvorräte werden ausgepackt, Wie bekommen Salz-Aprikosen und Nüßchen angeboten und lächen uns an – leider sprechen sie kein Englisch! Ich inspiziere den Speisewagen und komme mit einer Schale voll mit Melonenstückchen und einer Nudelsuppe (5-Minuten-Terrine) zurück – je 5 Yuan. Im Abteil läuft der neueste Harry-Potter-Film auf dem Bildschirm, unsere Chinesen schauen konzentriert zu. Die Trasse folgt einem weiten sanften Tal entlang der schneebedeckten Tanglang-Shan Berge. Das Wetter ist trübe, einige Berge sind in den Wolken versteckt. Nomadenzelte, Reiter, hier und dort Yaks – der Zug fährt sehr ruhig, kein Gerüttel, kaum Fahrgeräusche.

 

Wir fahren jetzt durch die Berge, die Hänge sind hoch gemauert, überall stählerne Fangnetze, damit bloß kein Steinschlag auf der Trasse fällt. Ein etwas 10 minütiger Halt auf freier Strecke, wir schauen uns an – aha – der Gegenzug braust an uns vorbei, die Strecke ist eingleisig. Nach einer Weile befinden wir uns auf einer riesigen, sanft gewellten kargen Hochfläche, dem Chang Tang Plateau. Das Wetter hat sich verschlechtert, er regnet stark und der Wind jagt dunkle Wolken vor sich her. Hier und dort ein Tschörten, Schafe, Yaks – die Berge sind in der Ferne fast verschwunden. Der Boden ist mit etwas Gras bewachsen, es gibt viele Tümpel und kleine Seen. Durch den Permafrost-Boden kann das Wasse hier nicht versickern, der Boden ist nur an der Oberfläche aufgetaut! Ich beobachte fasziniert ein Gewitter in der Ferne, ein Blitz jagt den nächsten. Schwarze Wolken, in der Ferne die Scheeberge – was für ein Bild!

 

Ich muß mal – die Toilette hat eine Vakuum-Spülung wie im Flugzeug. Sie ist sehr sauber und es hängt sogar ein frisches Blumengesteck an der Wand! Um 15.25 h Naqshu, ein wichtiger Straßenknotenpunkt. Unsere Eisenbahntrasse folgt der wichtigen Überlandstrasse von Lhasa nach Golmud im Norden. Hier zweigt eine Strasse (Piste?) nach Chengdu im Osten ab. Die Chinesin in meinem Abteil läßt sich von ihrem Mann mit mir fotografieren J Der Zug fährt an einem riesigem See mit türkis-blauem Wasser, umrahmt von schneebedeckten Bergen, entlang und hält an einen hypermodernen Bahnhof – einen Ort können wir nicht entdecken. Aus dem Lautsprecher kommt stimmungsvolle Musik (schmelzende Geigen) ... Dieter und ich lagern gemütlich im Bett und lesen. Die Schaffnerin schaut vorbei und leert unseren überquellenden Tret-Mülleimer aus – so eine Bahnfahrt hat was!

 

17.00 h – Amdo – unser Zug hat etwa eine halbe Stunde Verspätung! Jetzt geht es bald bis auf 5.068 Höhe – der Tanggula Pass, weltweit höchste Punkt, der mit der Eisenbahn befahren werden kann! Von nun an geht’s bergab. Wir verlassen die ART (Autonome Provinz Tibet) und sind jetzt in der Provinz Qinghai. Historisch gesehen gehört Qinghai aber auch zu Tibet. Um 18.00 h hat Xiang für uns das Abendessen im Spreisewagen bestellt – es kostet 40 Yuan und ist enttäuschend.

 

Nachts schlafe ich ziemlich gut, die Liegefläche ist wunderbar gross, die Matratze gut gepolstert. Zum Frühstück treffen wir uns alle wieder im Speisewagen, die Landschaft ist herrlich, wir fahren entlang des Kuku-Nor Sees. Jetzt ist es gar nicht mehr weit bis Xining.

7.8.07 09:35, kommentieren